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Erfolgreich trotz Corona

Die Geschäftsentwicklung war in 2020 trotz Corona zufriedenstellend

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Kreditgeschäft

Das Kreditgeschäft stieg um 7,3 Prozent auf insgesamt 1,3 Milliarden Euro. Unter Berücksichtigung von Tilgungen und Ablösungen ist die Bank um 87 Millionen Euro neues Kreditvolumen gewachsen. Insgesamt wurden 114 Millionen Euro an neuen Krediten bewilligt. Wie im Vorjahr wurde vor allem das Geschäft mit den Immobilien- und Firmenkunden ausgeweitet. Mehr als die Hälfte des in Anspruch genommenen Kundenkreditvolumens wird für Investitionen im Grundstücks- und Wohnungswesen genutzt. Als Hausbank haben wir die staatlichen Förderkredite an unsere Firmenkunden vermittelt und die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen der Corona-Hilfsprogramme umgesetzt.

Zitat

„Unseren Privat- und Firmenkunden stehen wir in diesen schwierigen Zeiten zur Seite und beraten sie individuell, welche Fördermaßnahmen für sie infrage kommen. Vor allem der Mittelstand braucht jetzt intensive Beratung.“

Bernd Wesselbaum,
Vorstandsvorsitzender

Einlagen und Wertpapiergeschäft

Die Ausnahmesituation durch Corona schlägt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auch in einem hohen Einlagenzustrom nieder. Das Volumen der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stieg um 87,3 Millionen Euro oder 6,9 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Das trotz der extremen Niedrigzinsen hohe Plus bei den unverzinslich angelegten, täglich fälligen Geldern in Höhe von 13,8 Prozent belastet das Zinsergebnis, denn für die Einlagen müssen Strafzinsen an die EZB bezahlt werden. Die Zuflüsse in die täglich fälligen Gelder lassen sich mit der historisch einmaligen Krisensituation erklären. Kunden wollen sich für Eventualitäten wappnen und legen dafür Geld zur Seite. Wir stellen fest, dass Kunden neben der Rendite auch vermehrt auf nachhaltige Geldanlagen achten. Das gesamte betreute Kundenvermögen – bilanzielle und außerbilanzielle Einlagen (Depots, Guthaben bei Versicherungen und Bausparguthaben) – betrug zum Bilanzstichtag 2,06 Milliarden Euro. Die au erbilanziellen Kundeneinlagen verzeichneten einen Anstieg von 8,6 Prozent auf einen Bilanzstichtagswert von 714 Millionen Euro.

Immobiliengeschäft

Nach wie vor hoch war die Nachfrage nach Immobilien. Insgesamt wurden 102 Immobilien im Gesamtwert von 26,5 Millionen Euro vermittelt. Einen Schwerpunkt bildet wie in Vorjahren das Bauträger- und Neubauprojektgeschäft. Während auf dem Areal der Adamkaserne alle Objekte verkauft sind, gibt es weitere Angebote auf dem Soester Merkurgelände oder von Capitell in Bad Sassendorf.

Mitarbeiter

Zum Jahresende beschäftigte die Bank 263 Mitarbeiter, davon 24 Auszubildende und 75 Teilzeitbeschäftigte. Von den 24 Auszubildenden absolvierten 6 im Januar 2020 erfolgreich die Abschlussprüfung. Aufgrund der Pandemie konnten nur 4 Schüler ein Praktikum in der Bank absolvieren. Im vergangenen Jahr wurden 8 neue Mitarbeiter eingestellt und 4 Führungskräften wurde Prokura erteilt. Zum 1. August 2021 werden voraussichtlich weitere 9 junge Menschen ihre Berufsausbildung in der Volksbank Hellweg beginnen. Darunter befindet sich auch ein Auszubildender für den Kaufmann im E-Commerce und ein Auszubildender für den Kaufmann im Digitalisierungsmanagement.

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Zitat

„Bisher haben wir die Krise gut verkraftet. Corona führt zu beschleunigtem Einlagenzustrom, zunehmender Nutzung digitaler Kanäle oder nachhaltiger Geldanlagen.“

Dr. Andreas Sommer,
Vorstand

Eigenkapital

Durch die Zuführung aus dem laufenden Ergebnis und die Zeichnung weiterer Genossenschaftsanteile sowie die 556 neu gewonnenen Mitglieder stieg das bilanzielle Eigenkapital auf 99,7 Millionen Euro. Am 31. Dezember 2020 lag die Gesamtkapitalquote bei rund 21 Prozent und damit deutlich über den geltenden Mindestanforderungen.

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Ertragslage

Der Zinsüberschuss reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 663 Tausend Euro und erreichte einen Wert von rund 28,7 Millionen Euro. Ausschlaggebend waren die weiter sinkenden Erträge aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes. Der Provisionsüberschuss stieg um 1,0 Millionen auf 10,2 Millionen Euro. Der Verwaltungs- und Sachaufwand sank leicht um 2,3 Prozent auf 23,8 Millionen Euro. Aus dem insgesamt guten Ergebnis können die Vorsorgereserven weiter gestärkt werden. Unter Berücksichtigung der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und der Einstellungen in die Rücklagen konnte ein Bilanzgewinn von 1,4 Millionen Euro erreicht werden. Das sind rund 216 Tausend Euro weniger als im Vorjahr. Davon sollen den Mitgliedern 240,5 Tausend Euro Dividende und ein Mitgliederbonus in Höhe von 601 Tausend Euro ausgeschüttet werden. Die Dividendenrendite liegt dann bei 5,33 Prozent und damit deutlich über Kapitalmarktniveau.

Ausblick

Die Pandemie hat Online- und Mobile Banking beschleunigt. Wir werden die digitalen Angebote weiterentwickeln und dabei das Zusammenspiel zwischen den Filialen und online zu einem integrierten Angebot sicherstellen. Für m gliche Kreditrisiken sind wir, dank unserer komfortablen Vorsorgereserven, gut gerüstet. Derzeit haben wir aber keine Hinweise für außergewöhnlich hohe Ausfälle oder Insolvenzen.

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